Im Westen nichts Neues
"Erster Weltkrieg: In der allgemeinen Kriegsbegeisterung zieht eine ganze Klasse junger Oberschüler freiwillig in das vermeintliche "Feld der Ehre". In den Schützengräben der Westfront müssen Paul Bäumer und seine Kameraden aber bald die ganze Brutalität des Krieges erfahren: Für heldisches Pathos ist im mörderischen Stellungskrieg kein Platz mehr... Diese kongeniale Verfilmung des Romans von Erich Maria Remarque wurde von Kritik und Publikum gleichermaßen begeistert aufgenommen und noch heute muß sich jeder neue Anti-Kriegsfilm an der zeitlosen Qualität dieses Werkes messen lassen. Von Militaristen aller Art wurde der Film jedoch erbittert bekämpft und zensiert, gekürzt, entstellt oder gar völlig verboten."
Mit Lew Ayres, Louis Wolheim, John Wray, Arnold Lucy, Ben Alexander; Regie: Lewis Milestone
Kritiken
Der mit zwei Oscars ausgezeichnete Spielfilm gilt als einer der bekanntesten und beeindruckendsten Antikriegsfilme und hat den Ruf eines Filmklassikers. Da viele Kinos zu der Zeit noch nicht auf Tonfilm eingestellt waren, kam er sowohl in einer Stummfilm- als auch in einer Tonfilm-Fassung heraus. Im Westen nichts Neues ist einer der ersten Filme, die für den deutschen Markt synchronisiert wurden. Wegen seiner pazifistischen Grundhaltung und der Darstellung von hoffnungslosen deutschen Soldaten wurde er vor allem von rechten Verbänden in Deutschland angefeindet. Der Film handelt von den grausamen Fronterlebnissen des jungen Kriegsfreiwilligen Paul Bäumer und seiner Kameraden im Ersten Weltkrieg.
Die Kritiken in den USA und England fielen exzellent aus. So berichteten gleich mehrere Zeitungen, dass die Zuschauer im Angesicht der „Kraft eines sachlichen, schrecklichen Dramas“ gebannt wurden und vor den realistischen Szenen verstummten.
Der Telegraph schrieb sogar völlig begeistert: „Es ist der bei weitem beste Spielfilm, der je gedreht wurde … ob Ton- oder Stummfilm“. Das Branchenblatt Variety meinte, dass der Völkerbund den Film auf der ganzen Welt in jeder Sprache zeigen sollte, bis das Wort „Krieg“ aus dem Wörterbuch gestrichen ist. Insbesondere Lewis Milestone wurde für seine Regie gelobt.
Während der Film bei Veteranenverbänden in den anglophonen Ländern oftmals die Einschätzung förderte, dass das Leben und vor allem Sterben der einfachen Soldaten jenseits von Uniformfarbe oder Muttersprache in den Schützengräben des Ersten Weltkrieges stets ähnlich verlief und daher geeignet schien, Feindbilder abzubauen, fiel die Reaktion im Deutschen Reich sehr viel negativer aus. Die politische Rechte, insbesondere DNVP und NSDAP, sowie die Mehrheit der meist noch monarchistisch gesinnten Veteranenverbände sahen in dem Buch und erst recht in der Verfilmung einen Angriff auf die Ehre des deutschen Soldaten, der in den Schlachten des Weltkrieges für sein Vaterland gelitten habe. Der Umstand, dass amerikanische Schauspieler deutsche Soldaten spielten, galt zusätzlich als Provokation. Dass Regisseur Milestone und Produzent Laemmle Juden waren, brachte außerdem einflussreiche antisemitische Kreise gegen den Film auf. Das Reichswehrministerium protestierte gegen den Film, da nach dessen Auffassung keine deutschen Soldaten gezeigt werden sollten, die am Sinn ihres Einsatzes zweifeln.
„Die Wucht des dargestellten Kriegsgeschehens ist noch immer unmittelbar spürbar, die Grabenkämpfe empörend sinnlos, das Pathos der Kriegsideologen provokativ hohl; eine einzigartige Anthologie von Details des Kriegsirrsinns. (Wertung: sehr gut)“
Adolf Heinzlmeier, Berndt Schulz: Lexikon Filme im Fernsehen
„Die mutige, immer noch sehenswerte Hollywood-Verfilmung des gleichnamigen Antikriegs-Romans von Remarque.“
– 6000 Filme. Handbuch V der katholischen Filmkritik
„Der wohl bedeutendste und ehrlichste Antikriegsfilm der USA – eine realistische Abrechnung mit dem Ersten Weltkrieg. In Deutschland zu seiner Zeit von nationalen und faschistischen Kreisen verunglimpft, zensiert und verstümmelt...“
Lexikon des internationalen Films
„Die schrecklichen Erlebnisse an der Front des 1. Weltkrieges, die eine anfangs kampfbegeisterte Gruppe von Schulkameraden hat, sind auch heute noch eine überzeugende Darlegung der Sinnlosigkeit des Krieges.“
Evangelischer Filmbeobachter
Auszeichnungen
Auf der Oscarverleihung im November 1930 erhielt der Film zwei Oscars:
Bester Film – Gewonnen
Beste Regie (Lewis Milestone) – Gewonnen
Bestes adaptiertes Drehbuch (George Abbott, Maxwell Anderson und Del Andrews) – Nominierung
Beste Kamera (Arthur Edeson) – Nominierung
Spätere Auszeichnungen
1990: Aufnahme ins National Film Registry
American Film Institute: Platz 54 bei den 100 besten US-amerikanischen Filmen aller Zeiten
American Film Institute: Platz 7 der 10 größten US-amerikanischen Leinwandepen
Auszeichnungen in Deutschland
Filmbewertungsstelle Wiesbaden: Prädikat „wertvoll
Daten
USA 1930
Laufzeit: 135 Minuten
freigegeben: ab 12 Jahren
Bild: 4:3 (1,33:1) Schwarzweiß
Ton/Sprachen: Deutsch
Zustand
neu originalverpackt!
System
VHS Videokassette
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