Deutschland erwache

Film als Propaganda im NS-Staat

Deutschland erwache
Deutschland erwache (VHS-Videokassette)

Der Dokumentarfilm des deutsch-schwedischen Regisseurs Erwin Leiser zeigt auf, wie Spielfilme im nationalsozialistischen Deutschland (1933–1945) als Propagandainstrumente genutzt wurden, um Ideologie zu verbreiten. Der Film analysiert sowohl explizite Hetzfilme als auch scheinbar unpolitische Unterhaltungsfilme.
Deutschland erwache gilt als Erwin Leisers Pionierwerk.

In elf Kapiteln arbeitet Leisers Film einige der wesentlichen Motive der NS-Spielfilmpropaganda heraus: Vom Heldentod der U-Boot-Besatzung in Morgenrot (1933) über die Rekrutierung der Jugend in Hitlerjunge Quex (1933) und die Verhöhnung des Parlamentarismus in Mein Sohn, der Herr Minister (1937) bis zum Hymnus auf die siegreiche Luftwaffe in Stukas (1941) und schließlich zu den letzten Durchhalteparolen im historischen Schlachtengemälde Kolberg (1945).

Die perfidesten dieser Filme sollten Krieg, millionenfachen Mord und Vernichtung rechtfertigen. So etwa der antisemitische Hetzfilm Jud Süß (1940), der zum Pflichtprogramm für Polizei und SS-Angehörige zählte. Oder das unsägliche Melodram Ich klage an (1941), das für eine Legalisierung der Euthanasie plädierte und damit für die systematische „Vernichtung lebensunwerten Lebens“. Und nicht zuletzt Heimkehr (1941), die berüchtigtste Produktion der Wien-Film, mit der man postfaktisch den deutschen Überfall auf Polen zu rechtfertigen suchte.

Dokumentarfilm von Erwin Leiser.

Kritiken

Leiser untersuchte, wie das System funktionierte, und stieß bei der Produktion auf Widerstände, konnte den Film jedoch mit Unterstützung des Norddeutschen Rundfunks (NDR) realisieren.

Der Film "Deutschland erwache" ist ab 6 Jahren freigegeben und wird häufig im historischen Kontext gezeigt. Eine digitalisierte Fassung wurde 2023 durch das Förderprogramm Filmerbe gefördert.

Eine äußerst aufschlußreiche Analyse, die u.a. Ausschnitte aus den Filmen "Morgenrot", "Jud Süss", "Heimkehr", "Ich klage an", "Die Rothschilds" und "Hitlerjunge Quex" verwendet.
Film als Propaganda des NS-Staates dokumentiert anhand verschiedener Spielfilme der Jahre 1933-1945. Auch scheinbar unpolitische Filme dienten dazu, die Menschen auf die "Blut und Boden" Ideologie des Dritten Reichs einzuschwören. Eine äußerst aufschlußreiche Analyse.

"n seinem Pionierwerk seziert Erwin Leiser die nationalsozialistische Filmpropaganda, mit der das Regime die deutsche Bevölkerung auf seine Ideologie einschwor. Erstmals ermöglichte diese kritische Kompilation, sich mit den 1945 unter „Vorbehalt“ gestellten Machwerken ( Hitlerjunge Quex, Jud Süß, Heimkehr usw.) auseinanderzusetzen. Denn hinter der Parole „Deutschland, erwache!“, so Leiser, „verbarg sich das entgegengesetzte Ziel: einschläfern des Gewissens, des selbstständigen Denkens, des Gefühls für Freiheit und Menschenwürde.“
IV Diagonale 2025

Anmerkungen

1930 schrieb Kurt Tucholsky das gleichnamige antifaschistische Gedicht als Warnung.
Bereits ab 1920 war „Deutschland erwache“ aus dem Sturmlied von Dietrich Eckart die znetrale Parole der Nationalsozialisten.
Heute ist die Verwendung dieser Phrase "Deutschland erwache" ist durch § 86a StGB verboten, da sie als Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gilt.

Daten

BRD 1968
Laufzeit: 85 Minuten
freigegeben: ab 6 Jahren

Bild: 4:3 (1,33:1 (Schwarzweiß)
Ton/Sprachen: Deutsch

Zustand

gebraucht gut

System

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