Das Leben ist schön
Die Tragikomödie spielt am Rande des Zweiten Weltkriegs und besteht aus zwei Handlungsabschnitten. Im ersten Teil meistert der jüdische Italiener Guido sein Leben auf humorvolle Weise, macht seiner „geliebten Dora den Hof und heiratet sie.
Während Dora in einer italienischen Kleinstadt als Lehrerin tätig ist, betreibt Guido eine kleine Buchhandlung, in welcher der gemeinsame Sohn Giosuè bisweilen mithilft. Dass sich Giosuè mit einem Spielzeugpanzer vergnügt, bekommt im zweiten Teil des Films seine Bedeutung.
Dieser beginnt mit der Deportation von Guido und Giosuè in ein nationalsozialistisches Konzentrationslager. Dora lässt sich freiwillig ebenfalls in das Lager bringen, dessen Insassen unter unmenschlichen Bedingungen zu schwerer Arbeit gezwungen werden. Um seinen Sohn zu beschützen und ihn vor der grauenvollen Realität zu bewahren, erzählt ihm Guido, der Aufenthalt sei ein kompliziertes Spiel, dessen Regeln sie genau einhalten müssten, um am Ende als Sieger einen echten Panzer zu gewinnen. Hierbei versucht der Vater alles Mögliche, um seinem Sohn den Aufenthalt im Lager so angenehm wie möglich zu gestalten und die Fassade der Täuschung aufrechtzuerhalten.
Als bei Kriegsende das Lager in Aufruhr gerät, verkleidet sich Guido als Frau, um so unerkannt in die Frauenabteilung zu gelangen und dort seine Frau Dora zu suchen. Doch er wird entdeckt und erschossen, während sich Giosuè, immer noch nichtsahnend und den letzten Instruktionen des Vaters folgend, versteckt hält. Am nächsten Tag wird das Kind im verlassenen Lager von einem amerikanischen Panzerfahrer aufgelesen und mitgenommen, weswegen es sich im Glauben wähnt, das Spiel tatsächlich gewonnen zu haben. Bald darauf findet der auf „seinem“ Panzer sitzende, eine lange Reihe von befreiten Gefangenen entlang fahrende Giosuè seine Mutter wieder und erzählt ihr aufgeregt von seinem Gewinn, dem echten Panzer.
Mit Roberto Benigni, Nicoletta Braschi, Giustino Durano, Giorgio Cantarini, Horst Buchholz; Regie: Roberto Benigni
Kritiken
„Der als Loblied auf die Kraft der Fantasie und den menschlichen Über-Lebenswillen angelegte Film beginnt als beschwingte Romanze mit märchenhaften Untertönen und endet in einer bitter-absurden Tragödie, in der das Lachen zum schmerzhaften Reflex gefriert. Zwar bleibt der Versuch, mit den Mitteln des Tragisch-Komischen an den Holocaust zu erinnern, eine höchst ambivalente Angelegenheit, dennoch verdient der mit hoher Sensibilität und großer Ernsthaftigkeit inszenierte Film Respekt als ein bewegender Versuch, auf besondere Weise Kino-Bilder für die unverbrüchliche Würde der Holocaust-Opfer zu finden. Die von tiefer Menschlichkeit geleitete Rigorosität, mit der hier ein in Tabuzonen und Chiffren verfangenes Thema angegangen wird, wird dabei zu einem ganz und gar singulären Ereignis.“
Lexikon des internationalen Films
Benigni bewegt sich auf einer sehr schmalen Linie, die die Komödie von der Tragödie trennt und all seine Bemühungen sind reine Fantasie -- er vollbringt einige Kunststücke, die kein Mensch so in der Wirklichkeit vollführen könnte. Dafür haben ihm auch einige Kritiker heftigste Vorwürfe gemacht. Aber trotz all seines überdrehten Humors und der einfallsreichen Gags ist Das Leben ist schön in erster Linie doch eine bewegende und anrührende Geschichte über das Opfer eines Vaters, mit dem er nicht nur seinem kleinen Sohn das Leben, sondern auch seine Unschuld im Angesicht der grausamsten Taten bewahren will, die jemals von Menschen begangen wurden. --Sean Axmaker
Auszeichnungen
Italienischer Filmpreis David di Donatello 1998 für den besten italienischen Film
Großer Preis der Jury 1998 sowie Spezialpreis des Publikums 1999 der Internationalen Filmfestspiele von Cannes
Europäischer Filmpreis 1998 für den besten Film und den besten Hauptdarsteller
Oscar 1999 für den besten fremdsprachigen Film, die beste Musik eines Dramas und den besten Hauptdarsteller (außerdem Nominierungen für Regie, Schnitt, Drehbuch und den besten Film)
Deutscher Filmpreis 1999 für den besten ausländischen Film
Französischer Filmpreis César 1999 für den besten ausländischen Film
Syndicat Français de la Critique de Cinéma – Bester ausländischer Film 1999
Britischer Filmpreis BAFTA 1999 für den besten Hauptdarsteller
Spanischer Filmpreis Goya 2000 als Bester europäischer Film
Preis der amerikanischen Schauspielergewerkschaft (Screen Actors Guild Award) 1999 für den besten Hauptdarsteller
Publikumspreis - Internationales Filmfestival Warschau 1998
1997: Prix Lumières für den besten ausländischen Film
Daten
Italien 1997
Laufzeit: 124 Minuten
freigegeben: ab 6 Jahren
Bild: 4:3 Farbe
Ton/Sprachen: Deutsch
Zustand
gebraucht
System
VHS Videokassette
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International bekannteste Verfilmung von Burnetts Roman. Unter der Regie von John Cromwell spielen Freddie Bartholomew, Dolores Costello und C. Aubrey Smith. Der Film entstand 1936 unter Leitung des Produzenten David O. Selznick.