Kreuzer Emden
Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Der als Verwalter bei der Deutschen Elektrizitätsgesellschaft tätige Mertens wird als Reservist einberufen und als Oberbootsmaat eingesetzt. Kurz zuvor heiratet er seine Braut Grete überstürzt. Auf der Feier ist auch der ziemlich angetrunkene Matrose Petzold, einst Gretes Verlobter. Petzold wie Mertens sollen ihren Dienst auf dem Kreuzer Emden verrichten. Unter dem Kommando vonKapitän von Müller läuft das Schiff mit Zielrichtung Südostasien aus. Zunächst schließt sich die Emden dem Geschwader des Grafen Spee an. Bald aber geht sie gemeinsam mit dem Tenderschiff Markomania eigenständig auf Kaperfahrt, versenkt im Indischen Ozean mehrere britische Handelsschiffe und den englischen Truppentransporter Indus. Ein Auftrag führt den Kreuzer schließlich in den Hafen von Penang (Malaysia), wo der russische Kreuzer Schemtschuk vor Anker liegt. Auch dieses Schiff wird am 28. Oktober 1914 von der Emden versenkt.
Gefahr droht der Emden durch die englische Funkstation „Keeling Island„ auf den Kokosinseln, über die der gesamte britische Funkverkehr zwischen London und Fernost läuft. Es kommt zum Gefecht, bei dem die Emden weitgehend zerstört wird. Mertens wird schwer verletzt. Ehe er stirbt, kann er sich mit seinem alten Rivalen Petzold versöhnen. Wenig später stirbt jedoch auch Petzold im Schlachtengetümmel. Kapitän von Müller entscheidet sich angesichts der hoffnungslosen Lage zur Aufgabe des Schiffes. Die Australier bergen die überlebenden deutschen Schiffbrüchigen und holen sie an Bord der Sydney. Auf Anordnung des englischen Schiffskommandanten werden sie ehrenvoll behandelt.
Mit Werner Fuetterer, Renée Stobrawa, Fritz Greiner, Hans Schlenck, Georg Henrich, Reinhold Nietschmann, Else Kündinger, Albert Prause, Willy Kaiser-Heyl, O. E. Hasse; Regie: Louis Ralph
Kritiken
Der Mythos vom »ritterlichen« Kampf auf See taugte, die Erinnerung an das Grauen auf den europäischen Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges einen Kinoabend lang zu verdrängen.
Die deutsche Reichsmarine unterstützte 1926 die Produktion eines »Emden«-Filmes. Aus dessen nachinszenierten Aufnahmen montierten deutsche und australische Produzenten etliche neue Versionen. So fand auf den Leinwänden der früheren Kriegsgegner das Gefecht zwischen dem Kreuzer »Sydney« und der »Emden« am 9. November 1914 immer wieder statt. Legenden wurden zu Wahrheiten.
„Der Film ‚Kreuzer Emden‘ (Regie: Louis Ralph) ist vor mehreren Jahren als stummer Film gedreht worden (1926), der in Form einer rekonstruktiven Reportage die welthistorischen Fahrten des Kreuzers ‚Emden‘ von seiner Ausfahrt in Kiel nach den gelben Gewässern bis zu seiner Versenkung vor Keeling Island wiedergab. Die fortgeschrittene Tonfilmtechnik ermöglicht es heute, zu Wasser und zu Lande, über der Erde und unter dem Meeresspiegel Tonaufnahmen zu machen. Deshalb sah man sich veranlaßt, die stumme Fahrt der ‚Emden‘ tonfilmtechnisch etwas aufzufrischen, wobei man bewußt auf jede Ausschmückung, auf jede künstlerische Steigerung und Konstruktion dramatischer Ereignisse verzichtet hat. Man wollte den Helden unserer ‚Emden‘ ein filmisches Denkmal setzen, in dem man die Taten sorgfältig und sachlich rekonstruierte. Der Film dient der Erinnerung. Er will ein ernstes, schönes und bei aller Tragik stolzes Dokument des Ruhmes sein, der über der deutschen Flagge stand, wo sie während des Krieges auch wehen mochte…“
Oskar Kalbus: Vom Werden deutscher Filmkunst. 2. Teil: Der Tonfilm
Paimann’s Filmlisten resümierte: „Trotz Vermittlung der Realität des Kriegsgeschehens, infolge sparsamerer Verwendung von Situationsskizzen und Fehlen von Zwischentexten weniger anschaulich. In den Dialog aufgenommene Kommandos sind, in ihrer monotonen Wiederholung ermüdend, weniger geeignet die Gefechtshandlungen, besonders bei der kaum zureichenden Differenzierung der Nationalitäten am Schlusse, unmißverständlich zu erläutern. Einzelschicksale werden nur in kleinen, den Stoff belebenden Episoden behandelt. Meist natürliche, ungezwungene Darstellung, wirksame Geräuschkulissen, passende Musik.
Ein ausgesprochener patriotischer, wenn auch nicht tendenziös eingestellter Kulturfilm.“
„Louis Ralphs Kriegsfilm, in dem er selbst den Kapitän der ‚Emden‘ spielt und nachvertonte Aufnahmen aus seinem Stummfilm ‚Unsere Emden‘ von 1926 einsetzt, singt ein Hohelied auf deutsche Soldaten, die im Ersten Weltkrieg gegen Engländer und Russen kämpfen.“
filmportal.de
Daten
Deutschland 1926-1932
Laufzeit: 86 Minuten
Freigegeben: als INFO-Programm
Bild: 4:3 (1,33:1)
Ton/Sprachen: Deutsch (Stereo), Englisch (Stereo)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial
Booklet, PDF (englisch)
System
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