Der Kanal
(Warschau 1944)
September 1944 während der letzten Tage des Warschauer Aufstandes in Warschau: Der Kompanieführer Zadra will seine letzten Überlebenden heil aus dem höllischen Kampf mit den deutschen Besatzern führen. Nur wenige sind richtige Soldaten. In der Kompanie kämpfen zwei Mädchen ebenso wie ein kleiner Junge. Die Situation wird immer aussichtsloser, als die Deutschen erneut angreifen. Zadra erhält den Befehl, sich mit seinen Leuten ins Stadtzentrum zurückzuziehen. Der einzige Weg dorthin führt durch das Warschauer Kanalsystem. So zieht die Gruppe unterschiedlichster Menschen ein in das dunkle, stinkende Abwassersystem.
Mit Wienczyslaw Glinski (Zadra) · Teresa Izewska (Stokrotka, "Gänseblümchen") · Tadeusz Janczar (Korab) · Teresa Berezowska (Halinka) · Tadeusz Gwiazdowski (Kula); Regie: Andrzej Wajda
Kritiken
"Die sowjetische Rote Armee befand sich bereits vor dem Ausbruch des Aufstandes in der Nähe von Warschau. Die Ursachen für das Nichteingreifen zugunsten der polnischen Heimatarmee sind bis heute unter Historikern umstritten. Militärische und strategische Gründe werden ebenso genannt, wie die politisch antisowjetische Ausrichtung der polnischen Heimatarmee. In der damaligen offiziellen Deutung war der Aufstand ein Versuch, durch eine Befreiung ohne Hilfe der sowjetischen Truppen Fakten zu Gunsten einer zukünftigen Westorientierung Polens zu schaffen. Ein Film über den Warschauer Aufstand hätte gegenüber dieser Position eine Aufwertung der polnischen Heimatarmee bedeuten können."
Wikipedia
"Ein erschütterndes Kriegsdokument, das sich zwar auf individuelle Tragödien konzentriert, zugleich aber die historische Situation in eindringlicher Weise verdeutlicht. Hervorragend in der Bildgestaltung. (DDR-Titel: "Sie liebten das Leben") - Sehenswert ab 16."
Filmdienst
„Er klagt nicht an, dieser Film – er klagt, aber ohne jede Weinerlichkeit, ohne Pathos. … Ein modernes Inferno zeigt dieser Film in Bildern unvergeßlicher Prägung.“
Die Zeit, 1. August 1958
„Erbittert aufrichtig rekonstruiert der Film den anbefohlenen und von vornherein aussichtslosen Marsch eines Trupps von Widerstandskämpfern des Warschauer Aufstandes 1944 durch die unterirdischen Abwässerkanäle und reproduziert das elende Verenden dieser Menschen in fließendem Unrat und ekelhaften Dünsten. Obgleich der Regisseur die Trostlosigkeit des Vorganges nicht in einer straffen Handlung aufzufangen vermochte, gelang es ihm, Tapferkeit, Versagen und die entwürdigende Unsinnigkeit des Krieges in Szenen darzustellen, die routiniertere Heldenfilme aus NATO-Ländern deklassieren.“
Der Spiegel, September 1958
Auszeichnungen
Der Kanal wurde im Wettbewerb des Filmfestivals in Cannes 1957 gezeigt. Der damals 31-jährige Andrzej Wajda erhielt den Spezialpreis der Jury. Es war der erste internationale Erfolg des polnischen Kinos und für Andrzej Wajda wurde es die Grundlage für seine weitere Karriere.
Daten
Polen 1957
Laufzeit: 89 Minuten
Freigegeben: ab 16 Jahren
Bild: 4:3 (1.33:1) Schwarzweiß
Ton/Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Polnisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch
Bonusmaterial
Originalversion mit deutschen Untertiteln (93 Minuten)
System
DVD
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Zustand
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