Krabat
Spielfilm nach dem auf einer sorbischen Volkssage basierenden gleichnamigen Roman von Otfried Preußler.
In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges folgt der arme 14-jährige Waisenjunge Krabat einer Stimme, die ihn zu einer geheimnisvollen Mühle führt. Dort bietet ihm ihr charismatischer Meister eine Stelle als Lehrling an. Bald entdeckt Krabat, dass er und die anderen elf Gesellen nicht nur das Müllerhandwerk lernen, sondern auch in schwarzer Magie ausgebildet werden. Zunächst ist er fasziniert bis er erkennt, wie hoch der Preis der machtvollen Zauberei ist: In jeder Neujahrsnacht fordert der Meister einen seiner Schüler zum Duell auf Leben und Tod.
Mit David Kross, Daniel Brühl, Christian Redl, , Robert Stadlober, Hanno Koffler, Paula Kalenberg, Anna Thalbach, Charly Hübner, Otto Sander (Erzähler); Regie: Marco Kreuzpaintner
Kritiken
Dieser Film ist die zweite Realverfilmung des Romans KRABAT. 1975 wurde die Sage nach dem Buch von Jurij Brězan unter dem Titel Die schwarze Mühle von Regisseur Celino Bleiweiß für das Fernsehen der DDR verfilmt. 1977 entstand der tschechisch-deutsche Zeichentrickfilm KRABAT des Regisseurs Karel Zeman, der sich auf das Buch von Preußler bezieht.
Otfried Preußler schrieb an die Produzenten über den Film: „Froh bin ich, dass ich in ihrem Film ‚meinen‘ Krabat wiedererkennen kann. Marco Kreuzpaintner hat tatsächlich das Kunststück fertig gebracht, sowohl dem Medium Film als auch meinem Buch gerecht zu werden. Es ist ein höchst anspruchsvolles, in sich stimmiges Ganzes entstanden.“
Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) schrieb: „Hier wurde sehr behutsam und zurückhaltend ein Meisterwerk geschaffen, das bisweilen die düsteren Züge von Nosferatus Grauen in sich trägt. Für einen deutschen Film jüngeren Datums durchaus ungewöhnlich und geprägt von starkem ästhetischen Willen gelingt es dem Regisseur, schwarze Magie und archaische Rituale vor dem Hintergrund der Not in Zeiten des Krieges ein bedrückendes Abbild der gesellschaftlichen Verhältnisse zu zeigen, in der immer wieder Gefühle von Hoffnung, Menschlichkeit und Liebe aufflackern, die sich aber angesichts der Übermacht dunkler Mächte nur schwer behaupten können.“
Das Lexikon des internationalen Films schrieb: „Dem Fantasy-Film gelingt es zwar nicht recht, die Verführungskraft der Magie tricktechnisch umzusetzen, aber dank seines stimmigen Setdesigns, beachtlicher Darsteller und der Konzentration auf die Spannungen zwischen den in den fatalen Pakt verwickelten Figuren verdichtet er seine gruselige Geschichte zu einem atmosphärischen Abenteuer.“
Der Rezensent der FAZ konnte dem Film dagegen nicht viel Gutes abgewinnen. KRABAT erreiche nie die Tiefe und Komplexität der Buchvorlage, sondern beschränke sich weitgehend auf die äußere Handlung. Der Film sei in jeder Hinsicht zu laut geraten und lasse keine Zwischentöne zu. Durch den Verzicht auf die heterogenen Erzählstränge des Buches und viele der dort eingestreuten Volkssagen werde unter anderem die Figur des Müllers unverständlicher als in der Vorlage.
Auszeichnungen
2009 wurde KRABAT in den Kategorien bestes Szenenbild, beste Filmmusik und Tongestaltung für den Deutschen Filmpreis nominiert.
Paula Kalenberg erhielt die Lilli Palmer & Curd Jürgens Gedächtniskamera der Hörzu als beste Nachwuchsschauspielerin.
Der Fim wurde auf dem Toronto International Film Festival gezeigt
Prädikat „besonders wertvoll“
Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW)
Daten
D 2008
Laufzeit: 120 Minuten
Freigegeben: ab 12 Jahren
Bild: 16:9 (2,35:1) Letterbox, Farbe,
Ton/Sprachen: Deutsch
Bonusmaterial
Audiokommentar von Marco Kreuzpaintner (Regie) und Daniel Gottschalk (Kamera); Making Of; Die visuellen Effekte; Musikvideo; Interviews mit Regisseur und Darstellern; 23 entfallene & alternative Szenen mit iotionalem Audiokommentar; 7 Hinter-den-Kulissen Clips; Impressionen von den Dreharbeoten; 3 TV-Spots; Original Kinotrailer
System
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